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Neraditz

Der Rundweiler Neraditz wird 1473 in einer Urkunde des Klosters St. Marienstern zum ersten Mal als „Neradwitz“ erwähnt. Der Ortsname geht auf einen altsorbischen Personennamen zurück. Nerad wurde derjenige genannt, der alles nur „ungern“ (nje rad) verrichtete. 1476 lernen wir einen Haßcha zu Neredwicz kennen, der als Zeuge auftritt, als Heinrich von Bolberitz das halbe freie Lehngut zu Göda an Andriß Lehmann verkaufte. 15 Jahre später (1491) leiht Nitzsche Sawer aus Neraditz dem Friedrich von Bolberitz 18 Schock und 12 Groschen auf zwei Jahre zur Besserung seines Hofes in Kleinförstchen. Dafür wird er von den Hofediensten befreit und muss keine Geldabgaben entrichten. Dann hören wir davon, dass es 1503 einen „Rittersitz“ gegeben haben soll, der aller Wahrscheinlichkeit nach vom Rittergut Kleinhänchen aus eingerichtet wurde und von diesem abhängig war.

Im 16. Jahrhundert lebten in Neraditz etwa viermal so viele Leute wie im benachbarten Kleinhänchen ohne Rittergut. (Inzwischen haben sich die Verhältnisse geändert, denn Kleinhänchen verweist auf mehr Bevölkerung.)

Ursprünglich nach Göda gepfarrt, wechselten die Neraditzer Ende des 17. Jahrhunderts die Kirchgemeinde. Fortan war Uhyst sowohl Kirch- als auch Schulort.

Die Einführung der Landgemeindeordnung, mit der die politischen Gemeinden geschaffen wurden, erfolgte für „Kleinhänchen, Neraditz und Neuhof“ 1839 mit der Wahl des Gemeindeausschusses. Stimmberechtigt und wählbar waren in diesen drei Dörfern zehn Gartennahrungsbesitzer und 23 Häusler, die in Wahllisten erfasst wurden. Interessant dabei ist, dass in der Neraditzer Liste etliche Beinamen auftauchen. So gab es drei Personen, die Johann Helas hießen. Der erste wurde Pschanze genannt, der zweite Schlenker, der dritte Matthias. Georg Helas wurde Kube gerufen, Jacob Helas nannten die Leute Hanzig (Hantschick) und wenn vom Bracher die Rede war, handelte es sich um George Hanzig.

 

Erster Gemeindevorstand war Andreas Keilich, der im November 1876 zurücktrat, weil er „krankheitshalber seiner Beine (wegen) seinen Dienst nicht mehr gut zu versehen im Stande ist“. Nachfolger wurde ein Gartennahrungsbesitzer aus Neraditz. Später gab es unter den drei zur Gemeinde gehörenden Dörfern oft Rivalität um die Vorherrschaft, die Neraditz häufig für sich entschied.

In der Gemeinde wurden vier LPGen gegründet, die sich später mit der LPG Jiedlitz zur LPG „Bauernerde“ vereinigten.

Am Dorfeingang befindet sich ein ehemaliger Dreiseithof (Siedlung 1). Das Wohnhaus mit Krüppelwalmdach und einem Türgewände mit Korbbogenabschluss stammt aus dem Jahre 1811 (Schlussstein). Das Fachwerkobergeschoss ist verputzt, und die Wetterfahne dieses alten Dorfgasthofes (der Lehmannschen, zuvor Kühnschen Schankwirtschaft) ist ganz verschwunden. In unmittelbarer Nähe entstand ein neues Fachwerkhaus, das sich gut in das Dorfbild einfügt. Der ehemalige Dorfteich bekam eine graniterne Fassung. Nicht weit davon konnte eine verbretterte Scheune erhalten werden. Selbstklimmender Wilder Wein schmückt die Giebelseite einer anderen Scheune.

Um 1890 waren die 14 Gebäude in Neraditz „vorwiegend mit weicher Dachung“ versehen, d. h. mit Stroh gedeckt. Das bereitete den Verantwortlichen ernste Sorgen, weil außer dem kleinen Dorfteich nur wenige Brunnen mit Wasser zum Löschen des Feuers zur Verfügung standen.

Quelle: „Burkau und seine Ortsteile“(Autor: Horst Gersdorf)  herausgegeben von der Gemeindeverwaltung Burkau

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