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Neuer Anbieter für Turbo Internet

von Sebastian Hein

Dienstag, 23.08.2016 

Neue Anbieter für Turbo-Internet 

Enso und Info-Kabel versprechen 100 Megabit und mehr für Bischofswerda und die Region. Der Ausbau beginnt jetzt. 

Von Gabriele Naß

 


Die Partner fürs Turbo-Internet: Info-Kabel-Geschäftsführer Thomas Schmidt, Bürgermeister Sebastian Hein, Dr. Birgit Wetzel von Enso, Enso-Vorstand Dr. Reinhard Richter, OB Holm Große und Enso-Netz-Geschäftsführer Dr. Steffen Heine. 

 

Bischofswerda. Bischofswerdas OB Holm Große sieht Bischofswerda auf der Überholspur. Damit titelte die SZ kürzlich und gab damit Große wider, der unter anderem beim schnellen Internet eine baldige Lösung für seine Stadt und die Region ankündigte. Nun ist spruchreif, woran hinter den Kulissen seit Monaten gearbeitet wurde und wofür es die Idee schon weit länger gibt. 

„Mit rasantem Tempo geht es in Richtung Datenautobahn“, hieß es am Montag aus dem Rathaus Bischofswerda. „100 Megabit je Sekunde und  falls gewünscht mehr“ werden angekündigt. Davon sollen allein rund 7 000 Haushalte und Unternehmen in der Stadt und der Gemeinde direkt profitieren können, wenn ein Info-Kabel-Zugang genutzt wird; in Bischofswerda ab Mitte 2017, in Burkau nur wenig später. 

 

200 Megabit in der Sekunde 

Bisher sind in Bischofswerda etwa 50 Megabit die Regel. Dass das Internet hier jetzt schnell viel schneller werden kann, hat Modellcharakter. Dem Pilotprojekt liegt die Zusammenarbeit der Stadt Bischofswerda sowie der Gemeinde Burkau mit Unternehmen zugrunde. Beteiligt sind der Energiedienstleister Enso Energie Sachsen Ost AG sowie deren Tochterfirma Enso Netz. Mit im Boot ist außerdem die städtische Tochterfirma Info-Kabel GmbH. Neue Anbieter in der Region betreten also den Markt. Die Idee dahinter: Die Enso- Unternehmen nutzen für ihren Breitbandausbau zu einem großen Teil das bereits vorhandene Fernsehkabelnetz der Info-Kabel GmbH, deren Gesellschafter die Stadt Bischofswerda und die Gemeinde Burkau sind. Abnehmer in Bischofswerda und Burkau über das Fernsehkabelnetz können direkt über die Antennendose einen neuen Internetanschluss beziehen. „Bei Nutzung der Fernsehkabel sind Geschwindigkeiten von 200 Megabit in der Sekunde und mehr möglich“, sagt Info-Kabel-Geschäftsführer Thomas Schmidt. Zum Vergleich: Die Telefon-Kupferkabel der Telekom-Hausanschlüsse bieten per VDSL 2 und Vectoring-Technologie Internetgeschwindigkeiten von 100 Megabit, heiß es aus dem Rathaus.  

 

Neues Geschäftsfeld

 

Die Info-Kabel GmbH hat rund 4 000 Fernsehkunden in Bischofswerda und der Gemeinde Burkau. Neue kommen nach Angaben von Geschäftsführer Schmidt gerade dazu, unter anderem im wachsenden Wohngebiet Paul-Kegel-Weg und im entstehenden Mehrfamilienhaus im Wohngebiet unterhalb von Rewe. Jetzt erschließt sich Info-Kabel mit dem Internetangebot ein neues Geschäftsfeld. Es möglich zu machen, gehöre zur Strategie des Unternehmens seit Längerem, bestätigte die Geschäftsleitung auf Anfrage. Dass es jetzt durch das Engagement von Stadt Bischofswerda, Gemeinde Burkau und Enso möglich wird, stärke das Unternehmen für die Zukunft, so Schmidt. Und es stärkt den Standort insgesamt. OB Große: Bei Neuansiedlungen ist die erste Frage von Investoren meist: Wie sieht es mit schnellem Internet aus?“ Der geplante Breitbandausbau kostet rund eine Million Euro. Die Kommunen belaste er „mit keinem Cent“, so Große. Das Risiko trage die Enso. Erste Erfahrungen als Internetanbieter sammelte das Unternehmen 2015 in Großenhain.  

Wer das Turbo-Internet von Enso und Info-Kabel nutzen will, muss nicht zwingend Kunde bei Info-Kabel sein oder werden, auch das Fernsehangebot von Info-Kabel muss keiner zwingend dazu buchen, sagt Geschäftsführer Thomas Schmidt auf Anfrage. Allerdings entstehen – wie allgemein üblich – Nutzungsentgelte beim Zugang über andere Provider. Zum Internet über Enso und Info-Kabel gibt es ähnlich wie bei Vodafone oder Telekom Telefon. 

Bei wem man ab wann einen Vertrag für das Turbo-Internet von Enso und Info-Kabel abschließen kann, ist noch offen und Gegenstand von Gesprächen in den nächsten Wochen, hieß es auf Anfrage. Möglich sei als Partner ein Händler vor Ort.

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