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Burkaus Traum wird wahr!

von Sebastian Hein

SZ Bericht vom 13.05.2015

SZ Bericht vom Mittwoch, 13.05.2015
Burkaus Traum wird wahr!

Das Freibad bekommt ein in der Region bisher einmaliges Spielgerät. Dank Hunderter Helfer. Eine Erfolgsgeschichte. Von Carolin Menz

Daumen hoch: Burkaus Bürgermeister Hein (li.) und Schwimmmeister Bernd Noack freuen sich, dass es geklappt hat, mit dem erträumten neuen Spielgerät Neptun. Mitte Juli soll es eintreffen. Hunderte Geldgeber haben ihren Anteil daran.
© Steffen Unger

Sebastian Hein war sich nicht zu schade, viele Klinken zu putzen, Bittbriefe zu schreiben und dem einen oder anderen womöglich auf die Nerven zu gehen. Seit Februar kämpfte Burkaus Bürgermeister für eine neue Attraktion fürs Burkauer Bad, ein neues Spielgerät für die Kinder. „Ich hatte ein klares Ziel vor Augen, das wollte ich dann schon unbedingt schaffen“, sagt er und blinzelt in die Morgensonne. Sie lässt das klare Wasser glitzern und Sebastian Hein die Überraschungsbombe am Beckenrand platzen: „Es hat geklappt.“ Innerhalb von vier Monaten sind in einer groß angelegten Spendenaktion und dank Aufrufen auf Facebook und in der SZ die benötigten 30 000 Euro für den Kauf des außergewöhnlichen und in der Region bisher einmaligen Spielgerätes „Neptun“ zusammengekommen.

Erfolgreiche Spendenaktion

Viele Burkauer, auswärtige Badegäste, Gemeinderäte, Firmen und Vereine ließen sich nicht lumpen und kauften fleißig Anteile über je 50 Euro. Mancher nur einen, einige gleich Hunderte. 600 Anteile waren nötig. Heute sind sie zusammen. Ein großes Unternehmen der Region machte den Sack schließlich zu. Sponsert einen enormen Batzen der Summe, die Burkau hätte niemals stemmen können für das Freibad, das ohnehin ein teures Zuschussgeschäft ist, aber nun noch mehr Gäste anziehen soll. Von Beginn an der Spendenaktion war klar, dass aus der kommunalen Kasse nicht ein Cent zugeschossen wird.

Neptun ist ein Geschenk vieler, der Namen jedes einzelnen Spenders wird auf jeweils einem kleinen Tonstein verewigt. Alle Steine zusammen werden zu einem kunterbunten Mosaik gefügt, das einen Ehrenplatz im Freibad bekommen wird. Als großes Dankeschön. „Auffallend ist, dass sehr viele Eltern und Großeltern Anteile für Kinder und Enkel gekauft haben“, sagt Sebastian Hein. Auch er ist Vater. War ja Ehrensache, dass auch seine beiden Kinder ihre Anteile haben am tollen Neptun.

Neptun kommt schon im Sommer

Schon in diesem Sommer, voraussichtlich in der ersten Ferienwoche Mitte Juli, wird der bunt bemalte Neptun im Wasser stehen, sagt Sebastian Hein. Dieser friedliche Riese mit Tunneln, Höhlen, Stufen und Geländern im Inneren, das so groß ist wie eine Einraumwohnung. 49 Quadratmeter! Aus seinem Mund führt eine 3,50 Meter lange Rutsche, aus der Krone eine acht Meter lange Wellenrutsche. Beide natürlich dank neuer – ebenfalls gesponserter – Umwälzpumpe ständig bewässert, damit Kinderpopos nicht kleben bleiben. Die Firme Rinn baut den Neptun bestehend aus 22 handgefertigten Einzelteilen direkt im Wasser aufwendig zusammen. Es wird erst der vierte sein, den es in einem deutschen Freibad gibt, sagt Sebastian Hein. Das macht ihn nicht weniger stolz. Und lässt den langjährigen Schwimmmeister Bernd Noack geradezu euphorisch sein. „Wir freuen uns riesig. Der Neptun wertet unser Bad erheblich auf. Endlich gibt es was für die Kinder zwischen fünf und zehn Jahren, die für unser Kinderplanschbecken zu groß, aber für unsere Krake als weiteres Spielgerät noch zu klein sind“, sagt er. Fest verankert wird es auf dem Boden des Nichtschwimmerbereichs, dessen Wassertiefe von 60 Zentimeter genau richtig ist für Neptun. Fast sechs Meter wird er in die Höhe ragen und die mit 3 200 Quadratmetern sehr große Wasserfläche zum Erlebnis machen. Ein vergleichsweise kleines Problem gibt‘s da allerdings doch noch: Das Spielgerät darf nur bei geringer Wasserhöhe eingebaut werden, das Wasser also muss vorab mit Technik verdrängt werden, wenn verhindert werden soll, dass es abgelassen und das Bad eine Woche schließen muss während der Montage. „Wir suchen jetzt eine Firma, die uns dabei unterstützt“, sagt Sebastian Hein.

Wenn das Wetter mitspielt, startet das Burkauer Bad am 18. Mai in die neue Saison – voller Vorfreude auf Neptun, mit gleichbleibenden Eintrittspreisen trotz neuer Attraktion ab Sommer, einem 30 000 Quadratmeter großen Gelände, W-Lan gratis und einem neuen, mobilen Massageangebot einer Physiotherapeutin. Auch partytechnisch wird das Burkauer Bad wieder hören lassen von sich. Am 25. Juli startet die Beachparty, am 31. Juli das erste Mondscheinschwimmen zwischen 20 und 24 Uhr. Am 4. und 5. Juli treffen sich die Wasserballer zum Wettkampf.

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